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S
Blindflug
Ich unterteile diese Bewertung in 2 Themen:
1) bereitgestellte Informationen über das Produkt, daneben, Optik und Verarbeitung.
2) Nutzungsbereich
Zunächst, ich restauriere eine Sitar aus den Mitte 70er Jahren.
Es fehlen alle 7 großen Stimmwirbel, daher schaute ich nach Ersatz. Ich bin deutschlandweit nur auf 2 I-Seiten fündig geworden, in Berlin und hier bei Thomann, die so etwas überhaupt anbieten. Ansonsten Ebbe weit und breit. Also nimmt man auf Verdacht, was einem angeboten wird, in der Hoffnung dass es passt.
Bei beiden Websites wird das Produkt eigentlich gar nicht wirklich beschrieben, ein paar Fotos und hier die Angabe, es passt zum hauseigenen Instrument ist halt recht wenig.
Es fehlen alle Angaben zu Gesamtlänge, Länge des Schaft, Steigung des Konus (in diesem Fall habe ich 1:20 dann selbst errechnet), vor allem auch Angaben zum Durchmesser an der dicksten und schmalsten Stelle des Schaft.
Hätte ich diese Amgaben - die man durchaus auch einfach als jeweils grobe Mittelwerte zur Orientierung angeben kann - bereits hier im Angebot nachlesen können, wäre klar gewesen, dass ich diese gar nicht zu bestellen brauche, da sie mit mehr als 4 mm zu großem mittleren Durchmesser schlicht viel zu dick sind.
Die konischen Bohrungen für die Wirbel sind oberseits 10,4 mm im Mittel, unterseitig 6,4 mm im Mittel auf eine Strecke von exakt 80 mm von Mitte zu Mitte der Bohrungen.
Diese Wirbel haben aber an den entsprechend notwendigen Auflagepunkten des Konus in der Bohrung ~13 und ~8,9 mm.
Es wäre wünschenswert, technischen Angaben wie die Grundabmessungen in der Artikelbeschreibung halbwegs detailliert anzugeben, denn als Austausch-Wirbel sind sie aufgrund der erheblich abweichenden Maße von „echten indischen Sitars“ als Ersatz schlicht völlig unbrauchbar.
An dieser Stelle muss ich auch den anderen Anbieter aus Berlin rügen, denn auch dort finden sich keinerlei technische Angaben zu Bemaßung usw. obwohl dies ein ausgemachter Fachhandel für ausschließlich indische Instrumente ist.
Wer diese Wirbel auf Verdacht bestellt, muss also damit rechnen viel nachzuarbeiten, womit wir schon beim nächsten Problem sind - sie sind auch leider nicht präzise zentrisch gearbeitet und eiern, wenn man den Versuch unternimmt, sie in einer Drechselbank auf das notwendige Maß zu bringen. Das ist qualitativ schon reichlich unterirdisch, auch für diese paar Euro.
Optisch sehen sie auf dem Foto besser aus, als sie sind. Stumpfes, mattes ratzfatz drübergepinseltes Braun, kein Glanz, das typische Inlay aus Knochen oder Kunststoff fehlt, die Wirbel wirken billig und schnell hergestellt, was wohl auch den Preis begründet.
Wer sie kauft, sollte sie wohl ausschließlich für das Thomann-eigene Instrument, für das diese Wirbel wohl ausschließlich gemacht sind, verwenden. Alles andere ist Unsinn.
1) bereitgestellte Informationen über das Produkt, daneben, Optik und Verarbeitung.
2) Nutzungsbereich
Zunächst, ich restauriere eine Sitar aus den Mitte 70er Jahren.
Es fehlen alle 7 großen Stimmwirbel, daher schaute ich nach Ersatz. Ich bin deutschlandweit nur auf 2 I-Seiten fündig geworden, in Berlin und hier bei Thomann, die so etwas überhaupt anbieten. Ansonsten Ebbe weit und breit. Also nimmt man auf Verdacht, was einem angeboten wird, in der Hoffnung dass es passt.
Bei beiden Websites wird das Produkt eigentlich gar nicht wirklich beschrieben, ein paar Fotos und hier die Angabe, es passt zum hauseigenen Instrument ist halt recht wenig.
Es fehlen alle Angaben zu Gesamtlänge, Länge des Schaft, Steigung des Konus (in diesem Fall habe ich 1:20 dann selbst errechnet), vor allem auch Angaben zum Durchmesser an der dicksten und schmalsten Stelle des Schaft.
Hätte ich diese Amgaben - die man durchaus auch einfach als jeweils grobe Mittelwerte zur Orientierung angeben kann - bereits hier im Angebot nachlesen können, wäre klar gewesen, dass ich diese gar nicht zu bestellen brauche, da sie mit mehr als 4 mm zu großem mittleren Durchmesser schlicht viel zu dick sind.
Die konischen Bohrungen für die Wirbel sind oberseits 10,4 mm im Mittel, unterseitig 6,4 mm im Mittel auf eine Strecke von exakt 80 mm von Mitte zu Mitte der Bohrungen.
Diese Wirbel haben aber an den entsprechend notwendigen Auflagepunkten des Konus in der Bohrung ~13 und ~8,9 mm.
Es wäre wünschenswert, technischen Angaben wie die Grundabmessungen in der Artikelbeschreibung halbwegs detailliert anzugeben, denn als Austausch-Wirbel sind sie aufgrund der erheblich abweichenden Maße von „echten indischen Sitars“ als Ersatz schlicht völlig unbrauchbar.
An dieser Stelle muss ich auch den anderen Anbieter aus Berlin rügen, denn auch dort finden sich keinerlei technische Angaben zu Bemaßung usw. obwohl dies ein ausgemachter Fachhandel für ausschließlich indische Instrumente ist.
Wer diese Wirbel auf Verdacht bestellt, muss also damit rechnen viel nachzuarbeiten, womit wir schon beim nächsten Problem sind - sie sind auch leider nicht präzise zentrisch gearbeitet und eiern, wenn man den Versuch unternimmt, sie in einer Drechselbank auf das notwendige Maß zu bringen. Das ist qualitativ schon reichlich unterirdisch, auch für diese paar Euro.
Optisch sehen sie auf dem Foto besser aus, als sie sind. Stumpfes, mattes ratzfatz drübergepinseltes Braun, kein Glanz, das typische Inlay aus Knochen oder Kunststoff fehlt, die Wirbel wirken billig und schnell hergestellt, was wohl auch den Preis begründet.
Wer sie kauft, sollte sie wohl ausschließlich für das Thomann-eigene Instrument, für das diese Wirbel wohl ausschließlich gemacht sind, verwenden. Alles andere ist Unsinn.
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B
Volltreffer
Absolut erstaunlich... zu dem Preis phänomenal gut
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